Joe Hisaishi
Gerne oute ich mich als unwissend. Weder der Name von Joe Hisaishi (*1950) noch seine Musik waren mir vor diesem Album bekannt. Dabei handelt es sich offenbar um einen der…
zeitliche Eingrenzung: 1990 bis heute
Gerne oute ich mich als unwissend. Weder der Name von Joe Hisaishi (*1950) noch seine Musik waren mir vor diesem Album bekannt. Dabei handelt es sich offenbar um einen der…
Kaum zu glauben, dass der schwedische Komponist Anders Hillborg im vergan-genen Jahr bereits seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. Denn an schöpferischer Frische mangelt es ihm keinesfalls – im Gegenteil spricht…
Zahlen spielen in der Musik eine wichtige Rolle. Von der Antike bis in die Renaissance waren Proportionen die Grundlage allen Klingens – sowohl was die konsonierenden Intervalle angeht als auch…
Es handelt sich teilweise um Ersteinspielungen, die von musikalischer Kunst zeugen und Orgelklänge zum Leuchten bringen, zum Duften eben und zum Anvibrieren des Ichs. Das vor allem den Werken selbst und ihrer Darstellung durch das Ensemble mit Kerstin Petersen im Orgelepizentrum zu danken.
Einfach ein großer Spaß, dieses Album der Tastenvirtuosin Tamar Halperin, die hier einen Bogen von der Generalbasszeit bis in die Gegenwart hineinzuschlagen versteht. Nebenwirkungen: Die Musik fasziniert und setzt Glückshormone frei.
Sophie Agnel am und im Klavier und Joke Lanz an und über den Turntables mixen sich da eine Welt zusammen, die mal eher krachig, mal sehr spröde, dann wieder, durch an semantische Splitter, als gekniffene Musik sich launig, knuffig oder biestig darstellt.
So abbrausend wird hier die Musik entfaltet, wie es das in der jüngeren Geschichte der Musik der Gegenwart selten zu finden ist. Ende des zweiten Teils rauscht es in eine Unendlichkeit doch eines unfasslichen Ungefährs. So viel Buntheit neben und in so vielem Grauen. Das «Ukho Ensemble Kyiv» rückt dagegen erschütternd nahe an die Hörer:innen durch die Abmischung heran.
Oft wird das Streichtrio als «kleiner Bruder» des Streichquartetts angesehen. Ich erinnere mich noch lebhaft an den Kommentar des Vorstandes einer kleinen, etablierten Konzertreihe, der vor nunmehr 30 Jahren ganz…
Jede der fünf Kompositionen findet in Vitrenkos Performance einen virtuosen, selbstlosen Widerhall und wird damit zu einem seltenen Zeugnis gelungenen politisch-artifiziellen Engagements in dieser kaputten destruierten Zeit. Rashad Beckers Abmischung reflektiert das alles und überführt das an sich thematische «Singer-Songwriter»-Setting auf eine zusätzliche akustische Ebene. Beeindruckend, bedrückend, aber auch frei. Ja!
Eine Produktion aus dunklen Corona-Zeiten. Wo viele mit schnellen Ideen vor-preschen (auch im präsent zu bleiben), da machte sich das (namenlose) Trio mit Daniel Ottensamer (Klarinette), Stephan Koncz (Violoncello) und…
Die Gegenwart ist eine Zeit des Experimentierens. Das hat vermutlich jede Generation gesagt – oder auch befürchtet. Heute sind die Herausforderungen vielleicht größer denn je. Während in früheren Jahrhunderten die…
Das ist in der Denkungsart vollkommen radikal und auf eine irrwitzige Weise irrational. Zu hören ist dabei im Ergebnis ein Klanggeräuschbrei (un-)endlicher Tiefe, beziehungsweise umgekehrt, etwas alogisch, teleologiefreies für sich und für nichts anderes Stehendes. Eine Welt ohne Boden, eine Welt deren Zeit allein gefüllt wird. … was bleibt? Ein Reichtum an Klang und Geräusch, fein gesponnen auch in der Perspektive gestaffelter Musik.