Schultze – Glitch God (Come Hither)

In «Glitch God» wird gepulst und gepusht, bis kein Ton mehr auf dem anderen steht. Und dazwischen dann? Lyrische Linien zum Niederknien, zartes Zupfen und Ausweiden, schier unendlich gebogener Repetitionen. Das hört sich gut an.
Enso – Peaceful dwelling

Unendlich scheint das Repertoire dieser drei Musiker:innen – Marlies Debacker (Piano), Stefan Schönegg (Kontrabass) und Etienne Nillesen (Snare Drum) – zu sein, mit dem sie sich vollkommen klar, präzise und doch in schwebender Weise durch die akustischen Welten bewegen. … Es sind musikalische Inseln, die bislang auf der Landkarte der Musikgeschichte gefehlt haben.
Hersch – The Surrounding Green

Eine so was von höchstkultivierte Spielweise, wie sie hier das Trio Fred Hersch (Piano), Drew Gress (Kontrabass) und Joey Baron (Schlagzeug) hin- und vorlegen, macht hörend verlegen. Es grenzt nahezu an einen hyperabsurden Perfektionismus
Zack Lober – So we could Live

Da ist vor allem zu allererst die Wucht des Bläser:innen-Duos. Sofort und unmittelbar reißen sie die Herzen der Zuhörenden an sich. Das hat eine Energie, wie man sich aus den frühen 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts kennt …
Sinopoulos / Keerim – Topos

Es ist eine Liebeserklärung an die Musik des südlichen Osteuropas. In deren Zentrum stehen die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók. Diese Wundertänze werden in diese neue Welt eingeflochten …
John O’Gallaghers ANCESTRAL

Auf acht Tracks durchstreift das Quartett recht unterschiedliche Formen fließenden Umgangs mit Komposition und Improvisation. Das reicht von eher Klangbildgesamteinsichten bis zu puren Energie- und Virtuositätsströmen. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Kombinationen sowohl individueller Darstellung der Musiker Raum geben und zugleich vom großen Ganzen eingehegt sind.
Friedrich Gulda – Jazz

Dieses Album mit Aufnahmen aus den Archiven des SWR gleicht einer Zeitreise. Daher zunächst: Dass Friedrich Gulda (1930–2000) ein Reisender zwischen den Stilen war, ist vermutlich auch noch heute allgemein bekannt – nur dass es dafür noch immer an weithin klingenden Beweisen fehlt. Diese werden nun nachgeliefert. Und ich finde: Mit der Sinfonie in G […]
Treen – Kaikō

Aus den Welten Litauens, Dänemarks, Norwegens und Deutschlands bringen die Musiker:inne ihre Tonbildungs- und Phrasierungserfahrungen mit und kombinieren diese undurchschaubar.
Liv Andrea Hauge Trio – Døgnville

Doch ist bei diesem Trio ein nicht leicht zu differenzierender Spezialklang im Zusammenspiel zu vernehmen. Unzweifelhaft steht es in der Tradition skandinavischer Tonlichkeit, die Geschmeidigkeit mit Bizarrheit zu verbinden versteht.
Poor Isa + Evan Parker/Ingar Zach

Die sechs Stücke des Albums stehen ganz für sich jeweils und strahlen eine absolut verbindliche Gelassenheit aus. Eine wunderbare Platte, die wie immer – selten – wie ein astronomisches Ereignis am Horizont aufscheint.
Erik Griswold – Next Level Avoidance

Man kann dem Album gewiss nicht nachsagen, es sei in seiner repetitiven Verlorenheit gleichwohl nicht uncharmant. Ticketacke, ticketacke …
Enso – On the withered tree a flower blooms

Das ist musikalische Dialektik in improvisatorischer Hochform. Das schwankt und schwebt hörbar hörend zwischen Nervosität und Meditation. Das ist Kritische Musik!