Koppel: Story Of Mankind – A Requiem

Koppel: Story Of Mankind – A Requiem

… Die Brüche in den Gestaltungsmitteln zwischen Song und Klangstudie sowie Jazzpassage tragen zur Irritation und Verschiebung des Gewöhnlichen bei. Aber reicht das aus, wo es doch auch um das Bodenlose – den Krieg und die Geschichte der Menschheit – geht? …

Taranczewski: LOM

Black and white photo of a rocky coastline with rough ocean waves and dramatic mountain backdrop under a cloudy sky, with the words "TARANCZEWSKI" and "LOM" overlaid.

… Eine musikalische Umarmung – ein bisschen mehr schweben könnte es freilich trotzdem und auch ein bisschen mehr sich anerden. Bei «Sunflower Dream» oder «All that Land» ist man ganz dicht dran, am Wachtraum, an der glücklichen Fügung des Selbstverständlichen, ungegenständlich Konkreten, wo die Musik so flügelleicht schimmert.

Poetzsch / Dirks – Collateral Flow

Poetzsch / Dirks - Collateral Flow

Reentko Dirks und Clemens Christian Poetzsch verstehen es, wie man Musik gestaltet, die nirgendwo aneckt. Das ist faszinierend wie bei der Sicherheit der Bewegungen einer über den Boden schleichenden Schlange – schlau und reizvoll wirkt das von außen. Es ist ein Dauerminireizstrom auf sieben Tracks, den die beiden auf Gitarren und Tasten erzeugen können. …

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Ensemble Ambidexter – Ensemble Ambidexter

Ensemble Ambidexter – Ensemble Ambidexter

Reibungen sind in der Musik ein besonderes Lebenselexier. Wo nämlich alles nur glatt geht und gezogen wird, bleibt wenig Anhaftungsmöglichkeit für die Zuhörer:innen. Aber Reibungen funktionieren nicht wie selbstverständlich, also so weil sie da sind. Wenn Schmirgel auf Schmirgel trifft, kann es schlicht auch einfach nur schmerzen. Auf eine (un-)bestimmt balanciertes Chaos kommt es an. Das klappt mal besser und mal weniger gut. Davon zeugt auch dieses erste Album des Ensemble Ambidexter.

Eichheuser Quintett – Irgendwo dazwischen

Eichheuser Quintett – Irgendwo dazwischen

… «Irgendwo dazwischen» heißt das Album und legt sich damit irgendwie auch nicht fest. Ein «Dazwischen» spielt sicher auch auf die Lebenssituation an, in der sich die Musiker:innen «zwischen Studium, Berufseinstieg, Auslandsaufenthalten und was sonst noch zum Leben als Jazzmusiker*in dazugehört hat» befinden. Das lässt die konzentrierte Spielkultur besonders interessant werden. …

Randalu – Dichterliebe

Randalu – Dichterliebe

… weil es auch ein großer musikalischer Spaß ist. Ja, doch: Die Stücke können ohne Gesang durchaus bestehen, gerade, wenn man sie neu formuliert – sie aktualisieren sich auf diese Weise in neuer Frische. Man kann es genießen, auf die Stimme zu verzichten. …

Paeffgen – Gia

Paeffgen – Gia

Herausgekommen ist ein verhältnismäßig buntes Album, das zwischen Tanzmusik und schwebender Mitteilsamkeit pendelt und das Spektrum des Instruments zugleich als soziale Musik, als Musik einer hörenden Gemeinschaft, entfaltet.

Ullmann – Hemisphere 4

Ullmann – Hemisphere 4

… Die Meisterschaft, wie sich das Quartett auch in mikrotonalen Gefilden bewegt und mit elektronischen Klängen umgeht innerhalb einer Welt der gelenkten Improvisation, ist schlechterdings überwältigend. Man darf sich hier einfach mal faszinieren lassen von so viel Ideenreichtum, der dabei immer durch seine Formung erst zum musikalischen Statement der schwebenden Selbstverständlichkeit ausreift. … #Jazz #Hörbar #Ullmann #Kosack #Lange #Saito

Kamperman – Maison Moderne

Kamperman – Maison Moderne

Was dabei herauskommt, ist allemal ein manchmal recht grob geschnittenes Stück Musik, manchmal auch eine fieselchaotische durchfaserte Mischung von Klang, Geräusch, Linie, Rhythmus und Harmonik. Das wiederum – und deshalb geht das Konzept auf – ist radikale „Kunst“-Musik.

Ohlmeier / Klein – Left side right

Ohlmeier / Klein – Left side right

… Da spiegeln sich jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich der improvisierten Musik. Die Gefahr des, wenn auch schönsten, Leerlaufs ist meines Erachtens damit leider nicht gebannt. Das Album wird seine Freunde finden. Zu viel des Guten kann aber auch zu wenig sein. …

Schmid / Duppler / Jensson – Blíður

Schmid, Duppler, Jensson – Blíður

Das ist die Kunst der Gestaltung. Es tänzelt und blinzelt. Funkelt und weht. Manchmal so, als ob die durch die Kompositionen ziehenden Wolken aussehen wie ein Selbstportrait von Erik Satie, der seinen Hut zieht.

Benjamin Schaefer – Power

Benjamin Schaefer – Power

… Mir gefällt die musikalische Komplexität, die Schaefer mit seinen einzelnen Kompositionen wie im Gesamtbild des Albums erzeugt und die ihre Wirkung zweifellos nicht verfehlt. … Die Machart verschwindet in der Formulierung des Resultats als der eines ästhetischen Ereignisses an sich. Ob das wie bei «The Gathering» als Geheimnis zwischen feinsten Kontrasten und Farbstufen im Piano-Inside-Stil passiert oder dann wie bei «Heritage» sind wieder kinetischer Geläufigkeit und Variantenfreudigkeit ausdrückt. …