Tobias Meinhart: The Painter (2021)

Selten hat mich eine Jazz-Platte beim allerersten Hören so in den Bann gezogen wie die Musik dieses Sextetts. „The Painter“ zeigt Tobias Meinhart bereits in voller musikalischer Auflösung als Komponisten und Musiker. Faszinierende Songstrukturen, sofort überzeugende Musikalität aller Beteiligten, eine Abmischung im Klang der CD, die präzise und seelen- und druckvoll ist. Noch in den […]
Dan Weiss Trio Plus 1: Utica Box [2019]
![Dan Weiss Trio Plus 1: Utica Box [2019]](https://mixer.urteilskraft.de/wp-content/uploads/2020/10/2020_10_weissTrio-1024x935.jpg)
Das Trio/Quartett um den Schlagzeuger Dan Weiss macht eine Musik, die geradezu bodenlos zu sein scheint. Utica Box besteht aus drei deutlichen langen Tracks mit 17, 11 und 16 Minuten. Dazwischen sind drei deutlich mittellange Stücke gesetzt von um die sechs Minuten und ein kurzes von deutlich knapp zwei Minuten. Da kann deutlich viel passieren. […]
Swiss Jazz Orchestra: Swiss Jazz Orchestra & Guillermo Klein (2019)

13 Tracks mit wunderbar ausbalancierten Arrangements. Nicht knallig, sondern subtil gestrickte Stücke, die einen einfach mitnehmen. Zuweilen kammermusikalisch zurückgenommen, durchsichtig und frei von billigen Überrumpelungseffekten aus dem Handbuch musikgeschichtlicher Erfolgsverfahren. Dabei erreicht man gleichwohl eine Komplexität in den Sätzen, die wundersam wirken. Dazu und darein fügen sich dann exzellente Soli der Einzelmusikerinnen. Klasse! Swiss Jazz […]
Ben Monder: Day After Day (2019)

Was für eine schöne Platte das! Wenn Ben Monder sich durch die Musikgeschichte, nicht nur des Jazz, bewegt, tupft er zupfend wunderbare Linien und Farben in die Ohren seiner Zuhörendenschaft. Selbst Messiaens „O Sacrum Convivium” klingt bezaubernd süß – wie hingegossen. Dass er auch den „Goldfinger” kann, belegt er auf der zweiten CD, die im […]
Greg Reitan: West 6oth (2019)

Hat man auch nicht alle Tage, dass ein Kopfstück einer Jazztrio-CD den Titel „Hindemith“ trägt. Das Stück sitzt und ist auf den Punkt durchdacht. Kraftvoll, rhythmisch und harmonisch en bloc durchgestaltet. Überhaupt: Keine Langeweile kommt auf, weil jeder Track für sich stehen kann, seine eigene Farbigkeit hat, seine eigene musikalische Struktur ausbildet. Und es fließt […]
Denny Zeitlin: Remembering Miles (2019)

Eine ganze Scheibe voll mit Neuinterpretationen von Stücken des Trompeters Miles Davis. Transformiert als Standards aufs Klavier solo. Wobei man die Originale schon ein bisschen unter der Verarbeitungstechnik des Pianisten suchen muss – oder darf. Da löst sich die Musik in den Stücken auf, zerstäubt sich in alle musikalische Winde, setzt sich wieder (neu) zusammen. […]