Bruton & Doell – a root or mirror, blossom, madder, cracks; together

Ein bisschen sperrig ist der Titel dieser Schallplatte mit zwei Kompositionen der kanadischen Komponist:innen Rebecca Bruton und Jason Doell, deren Besetzung kammermusikalisch ist und durch das Streichquartett (Quatuor Bozzini) und ein sechshändiges Klavier (junctQín keyboard collective) gebildet wird. Das Ergebnis ist frappiernd beglückend anstrengend.
Costin Miereanu – Poly-Art Recordings 1976-1982

ES SIND DIE 70ER-JAHRE! Costin Miereanu mit seiner Art der elektronischen Musik eher an Seitenflügel der Popularmusik wie von Tangerine Dream, Pink Floyd, Jean-Michel Jarre, Michael Rother, Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius, Brian Eno (nicht so sehr Kraftwerk) an und verbindet sich eher mit Terry Riley als Iannis Xenakis.
Petersen – SiGNALE

Es handelt sich teilweise um Ersteinspielungen, die von musikalischer Kunst zeugen und Orgelklänge zum Leuchten bringen, zum Duften eben und zum Anvibrieren des Ichs. Das vor allem den Werken selbst und ihrer Darstellung durch das Ensemble mit Kerstin Petersen im Orgelepizentrum zu danken.
Gabriel Vicéns – Mural

… alle Klangformationen dieser hier sieben vorgelegten Kammermusikstücke lassen Luft zum Hören. … Relationen, das Gespür für Gewichte von Klängen in ihren Beziehungen untereinander, dafür findet der Komponist sowohl in Leere wie Motorik die Form. Eigentlich ganz einfach! …
Santi Gubini – The Black Exposition

… Die Musik reißt und kreischt auf in einem Gewitter von kaum kontrollierbaren Multiphonics und Ansatzgeräuschen der Musiker. Es entsteht dabei eine große Fläche, gefüllt mit kleinsten Verwirbelungen poly-ekstatischer Schwellklänge. …
Eva Zöllner – voces, señales

Mit Eva Zöllner werden die sechs Kompositionen in die Hände einer ebenso technisch souveränen Musikerin gelegt, die in höchstem Maße empathisch den Kompositionen sich annähert. Das ist ebenso klar gespielt, wie von Wärme durchtränkt. Eine bessere Darstellung lässt sich wohl kaum denken
ROWK – ROWK

Buntglasig ist auch diese Musik, die ihre Ecken und Kanten nicht glättet aber auch nicht als Monstranz ihrer Eigenbeglaubigung vor sich her trägt. Musik bleibt im poetischen Schleudergang der virtuosen Pluralität, die so und nicht anders nur in diesem Quartett stattfinden kann.
Mulberry Street Symphony

… Es ist der Kontrast zwischen dem Trio und dem Orchester einerseits, aber darüber hinaus eine faszinierende Verzahnung zwischen Orchesterkomposition und Jazztrio, die äußerst raffiniert gestaltet ist, so dass es nicht zu Peinlichkeiten für die eine oder andere Seite kommt. Die langsamen Stücke wie «Blind Man» und «Minding The Baby» sind in dieser Hinsicht deutlich im Vorteil und beglücken mit ihrem musikalischen Ideenreichtum. …
Fluxus & NeoFluxus / Stolen Symphony (Vol. 1)

Eine alles in allem runde Sache, vor allem als CD- oder Vinyl-Ausgabe, die natürlich massive Lücken lässt, wie sollte das auch anders sein. Sie lässt Lücken offen und füllt zugleich welche.
David Moss – Terrain

… Moss gliedert sich ein in diese da schon postmodern mäandernde Zeit ästhetischer Übersprungshandlungen, bei denen Grenzen und Identitäten fluide werden und der Avantgarde eine spielerische Dauerfrischluft zuführen. …
Sonore – Only The Devil Has No Dreams

… eine sich selbst einstülpende Lebensform, nachgerade sich selbst verdauend: Schwarze Löcher. Man muss beim Hören den Eindruck gewinnen, dass man miterlebt, wie es sein muss, wenn Materie entsteht. …
Leipold / Bucher / Lo Bianco – Ostro

… Die Instrumente mit ihren Musikern sind selbst plural, multipoetisch geführt. Das ist geradezu verführerisch subtil, und es mutet den Hörer:innen dabei nicht zu viel und nicht zu wenig zu. … Das ist gut gedacht, gut gemacht und respektvoll defensiv. Schön. …