Hersch – The Surrounding Green

Eine so was von höchstkultivierte Spielweise, wie sie hier das Trio Fred Hersch (Piano), Drew Gress (Kontrabass) und Joey Baron (Schlagzeug) hin- und vorlegen, macht hörend verlegen. Es grenzt nahezu an einen hyperabsurden Perfektionismus
Liv Andrea Hauge Trio – Døgnville

Doch ist bei diesem Trio ein nicht leicht zu differenzierender Spezialklang im Zusammenspiel zu vernehmen. Unzweifelhaft steht es in der Tradition skandinavischer Tonlichkeit, die Geschmeidigkeit mit Bizarrheit zu verbinden versteht.
Joey Alexander: Continuance

Pures Musikerglück in humorvollen Arrangements gegossen bietet hier der Pianist Joey Alexander an. Gleich mit dem ersten Track setzt er an schwebender Leichtigkeit und in kompositorischer Schläue ein Sonderzeichen. …
AOI Trio

Preisgekrönt – das ist auch das aus Japan stammende AOI Trio, das 2018 beim hoch angesehenen ARD Wettbewerb die Klaviertrio-Jury gänzlich für sich überzeugte. Vier Jahre später entstand dieses Album im Studio – nach den schwierigen Corona-Jahren und als Zeichen, dass die Karriere nicht vorbei ist, sondern nun erst richtig beginnt. Ein Ausrufezeichen setzen dabei […]
Big Bäng! Trio – Singularity

Keine Frage, auch diese drei Jungs spielen sauber und feinsinnig, mal grob, mal luftig und mal eng. Dafür ist die CD mit ihren 18 Tracks auch umfangreich genug. Da kann man schon mal die ganze aktuelle Poetik des Triospiels abgrasen. Da darf es eben alles sein. Das ist gekonnt, aber es ist auch «nur» gekonnt.
Subconscious Trio – Water Shapes

Zum Abschluss der Jazzwoche in der HörBar eine weitere Aufnahme vom italienischen Label «Da Vinci Jazz». Ohne großes Federlesen zu veranstalten: Großartig agiert dieses Standard-Jazz-Trio in seinen acht eigenen Kompositionen, die sich sehr deutlich in der besten Tradition dieser Besetzung der letzten 20 Jahre wiederfinden (besondere Anklänge gehen in Richtung Esbjörn Svensson Trio). Das heißt […]
Mátyás Bartha Trio: Self – Reflection

Im Jazz gehört das Klaviertrio zu den Standard-Besetzungen mit großer historischer Tradition, mit scheinbar unendlich vielen Ausformungstechniken und damit Poetiken. Ein schönes Beispiel dafür, wie eine Tradition doch geradezu unendliche Erscheinungsformen ausbilden kann. In diese Reihe musikalischer Vielfalt reiht sich auch das Bartha-Trio ein. Wo muss man es wohl einordnen, oder bildet sich etwas hier […]
Max Bruch: Kammermusik / The Nash Ensemble

Im vergangenen Jahr ist sein 100. Todestag geräuschlos vorübergezogen. Das war freilich nicht allein der lähmenden Pandemie geschuldet, sondern auch der halbrunden Sache beim großen Bonner Kollegen (die dann ja bekanntermaßen weitgehend ausfiel). So oder so tut sich das Musikleben mit Max Bruch (1838–1920) und seinem Œuvre schwer. Ist sein Violinkonzert g-Moll op. 26 nach […]
Serge Taneyev: Complete Chamber Music

Die älteste Aufnahme dieser Box zählt bereits 51 Jahre (Klaviertrio op. 22), die jüngste stammt von 1987 (Klavierquartett op. 20). Auch wenn inzwischen zahlreiche neuere Einspielungen vorliegen – bei den Streichquartetten vollständig durch das amerikanische Carpe Diem String Quartet (Naxos) – haben die nun wiederveröffentlichen Produktionen noch immer Bestand. Vor allem ist es die hörbare […]
Joseph Elsner: Chamber Music – Trio Margaux and Guests

In jeder Chopin-Biographie findet sich der Name von Joseph Elsner (1769–1854) an prominenter Stelle. Eine hörende Verständigung über seine musikalische Sprache aber hat bis heute kaum stattgefunden, selbst sein 250. Geburtstag wurde im vergangenen Jahr hierzulande nahezu gänzlich übersehen. Wer aber den Schritt von Chopin zurückgeht, um die Musik seines Lehrer kennenzulernen, der wird verblüfft […]
Greg Reitan: West 6oth (2019)

Hat man auch nicht alle Tage, dass ein Kopfstück einer Jazztrio-CD den Titel „Hindemith“ trägt. Das Stück sitzt und ist auf den Punkt durchdacht. Kraftvoll, rhythmisch und harmonisch en bloc durchgestaltet. Überhaupt: Keine Langeweile kommt auf, weil jeder Track für sich stehen kann, seine eigene Farbigkeit hat, seine eigene musikalische Struktur ausbildet. Und es fließt […]
Ludwig van Beethoven / Ferdinand Hiller / Franz Schubert: Piano Trios | Rautio Piano Trio

Rätselhaft, warum das Rautio Piano Trio nach seinem feurigen Mozart-Debut auf historischen Instrumenten nun für Beethovens Geistertrio und Schuberts „Notturno“ zum Steinway D greift. Was die CD dennoch interessant macht, ist die Ersteinspielung von Ferdinand Hillers erfreulich gefälliger fünfsätziger Serenade op. 186 (1879) – ein kammermusikalischer Blick in den gepflegten Salon der Zeit. Ludwig van […]