Bach reconstructed – le fessta musicale

Bach reconstructed – le fessta musicale

Schon lange fasziniert Bachs eigenes Parodie-Verfahren, bei dem er nicht nur weltliche Werke, sondern vor allem instrumentale Vorlagen in den in rascher Folge entstandenen geistlichen Kantaten wiederverwendet. Manches ist durch die Überlieferung des Originals bekannt und klar erkennbar, anderes lässt sich mit gut geschulten Ohren auch rein «instrumentaliter» zurechthören (hier wird die Vorlage wohl oftmals […]

This entry is part 4 of 5 in the series HörBar #169 – Concerti

Víkingur Ólafsson – from afar

Víkingur Ólafsson – from afar

Die Herausforderung bei heutigen Alben liegt vor allem in der Auswahl der eingespielten Werke. Bei der noch immer auf Tradition setzenden Deutsche Grammophon ist das ganz augenscheinlich. Da prangte auf dem Cover einst das alte goldgelbe Label mit Angaben zu Komponist, Werk und Interpreten. Dann wurde es zu einem Plakat für fett gedruckte Ware, aktuell […]

This entry is part 5 of 5 in the series HörBar #166 – Am Klavier

Bach – Ars moriendi

Bach – Ars moriendi

In früheren Jahrhunderten und Epochen wurde anders mit dem Leben und dem Tod umgegangen – und somit auch mit der erhofften Ewigkeit. Dies spiegelt sich besonders in Dichtung und Musik wider, vielleicht am radikalsten in der Verszeile «Komm o Tod, Du Schlafes Bruder». Genau diese Choralstrophe hat vor 30 Jahren, verbunden mit erhabenen Bildern, sogar […]

This entry is part 5 of 5 in the series HörBar #162 – kurz & knapp (Barock)
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Bach – Sonaten und Partiten

Bach – Sonaten und Partiten

Bachs sechs Sonaten und Partiten für Violine allein (die auch die Suiten für Violoncello allein) sind Werke, die nicht nur für fertige Instrumentalist:innen gedacht sind, sondern die auch in jedem Takt die kompositorische Vollendung zeigen, Melodie, Rhythmus, Harmonik und Kontrapunkt so zu denken, dass jede Noten in mindestens einer dieser Dimensionen eine substanzielle Bedeutung hat. […]

This entry is part 4 of 5 in the series HörBar #162 – kurz & knapp (Barock)

Thibault Cauvin

Thibault Cauvin

Bach geht immer. Man kann seine Musik emotional betrachten oder in dem kontrapunktisch verwobenen Liniengeflecht etwas Besonderes entdecken. Am Ende ist es die universelle Abstraktheit der Komposition, die sie auf wohl allen erdenklichen Instrumenten realisierbar macht – vom Akkordeon über den Synthesizer bis hin zur Gitarre und weit darüber hinaus. Johann Sebastian Bach selbst hatte […]

This entry is part 3 of 4 in the series HörBar #161 – Gitarre(n)

Tamar Halperin ­– Ground

Tamar Halperin ­– Ground

Einfach ein großer Spaß, dieses Album der Tastenvirtuosin Tamar Halperin, die hier einen Bogen von der Generalbasszeit bis in die Gegenwart hineinzuschlagen versteht. Nebenwirkungen: Die Musik fasziniert und setzt Glückshormone frei.

Leipziger Streichtrio

Leipziger Streichtrio

Man muss schon genau hinsehen. Denn nicht das renommierte Leipziger Streichquartett hat dieses Album eingespielt, sondern das 2019 gegründete Leipziger Streichtrio. War es beim Quartett das Gewandhausorchester, so ist es beim Trio zumindest teilweise das MDR-Sinfonieorchester, das Ort und Namen motiviert. Und dem mit «Leipzig» verbundenen musikalischen Anspruch (ja, den gibt es auch noch im […]

This entry is part 2 of 5 in the series HörBar #155 – Streichtrios

Bach / Lorenzo Ghielmi

Bach / Lorenzo Ghielmi

Äußerliche Brillanz ist nicht die Sache von Lorenzo Ghielmi. Am Cembalo und an der Orgel zu Hause, entwickelt er – ganz gegen den Trend der Zeit – ausgewogene und zugleich durchdachte Interpretationen, denen ein wenig von dem anhaftet, was man den Kompositionen Johann Sebastian Bachs nachsagt: Zeitlosigkeit. Spürbar wird das in seinem souveränen, ja abgeklärten […]

This entry is part 4 of 5 in the series HörBar #153 – Blumen

Bach / Alexander Grychtolik

Bach / Alexander Grychtolik

Bach am Karfreitag. In der Regel assoziiert man damit Aufführungen der Johannes- oder der Matthäuspassion. Man denkt auch an die alten, unter Chorsänger:innen immer noch etablierten Peters-Klavierauszüge (mit ihrer hervorragenden Notenstich),, weniger jedoch an die Fassungen und die Frage ihrer Konsistenz. Das betrifft die Johannes-Passion (aufmerksamen Zeitgenossen werden sich dessen immer bewusster), aber auch die […]

This entry is part 4 of 4 in the series HörBar #152 – Passionen

Albert Maria Herz

Albert Maria Herz

Manchester, Köln, London, New York. Die Stationen der Komponistin Maria Herz (1878–1950) haben musikalisch wohlklingende Namen, und doch war es ihr zeitlebens nicht vergönnt, sich mit ihren Werken dort oder anderswo durchzusetzen. Um überhaupt eine Chance bei Verlagen und Veranstaltern zu haben, stellte sie schließlich ihrem Vornamen den ihres 1920 an der spanischen Grippe verstorbenen […]

This entry is part 5 of 5 in the series HörBar #140 – :innen

L’Orfeo Barockorchester

L’Orfeo Barockorchester

Ein Doppelalbum, das den Blick auf einen oft unterrepräsentierten Teil der frühen Leipziger Kantaten lenkt, nämlich auf die zwischen Juli 1726 und Februar 1727 entstandenen Solowerke, die (bis auf einen abschließenden Choral) ganz ohne Chor auskommen. Charakteristisch für die Kompositionen ist ihre gedeckte Farbigkeit – sowohl in der Wahl der Stimmlage (Alt und Bass) als […]

This entry is part 5 of 5 in the series HörBar #136 – Bach. Kantaten

Frühe Bach-Kantaten: Les Arts Florissants / Paul Agnew

Les Arts Florissants / Paul Agnew

Bach. A Live in Music Vol. 1. Early Cantatas mit Benjamin Alard (Orgel), Les Arts Florissants, Paul Agnew bei harmonia mundi. Können ist nicht gleichbedeutend mit müssen. Und so verhält es sich auch mit dem Ensemble Les Arts Florissants unter der Leitung von Paul Agnew. Äußerlich mag alles passen: Die solistische Vokal- und Instrumentalbesetzung eröffnet in der direkten Akustik einen kammermusikalischen Zugang zu den Werken und ihren Strukturen. Gleichzeitig irritieren Ausführung und Interpretation.

This entry is part 3 of 5 in the series HörBar #136 – Bach. Kantaten