Duplant / Wegmann – Univers Parallèles

Judith Wegmann spielt auf den Tasten, in den Saiten (auch präparierten) und insgesamt inside! Mit relativ wenig musikalischem Material kann man hier dieses Universum der vielen Leere, des Vorsichhinköchelns betreten und sich zwischen den Ohren dann mitziehen lassen.
Enso – Peaceful dwelling

Unendlich scheint das Repertoire dieser drei Musiker:innen – Marlies Debacker (Piano), Stefan Schönegg (Kontrabass) und Etienne Nillesen (Snare Drum) – zu sein, mit dem sie sich vollkommen klar, präzise und doch in schwebender Weise durch die akustischen Welten bewegen. … Es sind musikalische Inseln, die bislang auf der Landkarte der Musikgeschichte gefehlt haben.
John O’Gallaghers ANCESTRAL

Auf acht Tracks durchstreift das Quartett recht unterschiedliche Formen fließenden Umgangs mit Komposition und Improvisation. Das reicht von eher Klangbildgesamteinsichten bis zu puren Energie- und Virtuositätsströmen. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Kombinationen sowohl individueller Darstellung der Musiker Raum geben und zugleich vom großen Ganzen eingehegt sind.
Enso – On the withered tree a flower blooms

Das ist musikalische Dialektik in improvisatorischer Hochform. Das schwankt und schwebt hörbar hörend zwischen Nervosität und Meditation. Das ist Kritische Musik!
Herzog / Muche / Nillesen – anasýnthesi

Es ist ein andauerndes Spiel aus interaktiven Nähegraden – beinahe wie bei lebenden Objekten, die zwischen maximaler Unabhängigkeit von- und zueinander geprägt sind (auf der einen Seite) und einer Verschmelzung mit- und ineinander, die zwischen vollkommen und reibungsstarken Intensitäten schwankt.
Agnel & Lanz – Ella

Sophie Agnel am und im Klavier und Joke Lanz an und über den Turntables mixen sich da eine Welt zusammen, die mal eher krachig, mal sehr spröde, dann wieder, durch an semantische Splitter, als gekniffene Musik sich launig, knuffig oder biestig darstellt.
Bo van de Graaf – One Way Ticket to Tibet

Es ist kompliziert. So richtig einleuchtend kann ich den Albumtitel nicht dem Aufbau zuordnen. Es handelt sich um ein nahezu klassisches Live-Konzert-Erlebnis improvisierter Musik – hier mit den üblichen Ingredienzien der Sprachen des heutigen Jazz.
Schick / Tuerlinckx / Zoepf – Ensemble A

… eher eine Mitarbeits-Musik, der man sich anvertrauen muss. Dann aber entsteht genau das, was man ein ästhetisches Glücksversprechen nennen kann, bei dem man hörend die Fäden immer neu ziehen darf.
Phillips / Kurtág jr. – Face à Face

Barre und Kurtág jr. begeben sich auf Klangspurensuche mit den Mitteln von Electronics und einem traditionellen akustischen Kontrabass. Dabei geht es drunter und drunterer. Ein filigranes Gespinst aus Klängen formulieren sie in Echtzeit, so ziellos wie bestimmt und konzentriert. Da geht die erklingende Musik verloren im Ungewissen, was toll ist.
Black Holes Are Hard To Find

… Die drei verschiedenen Instrumentenwelten amalgamieren sich, laufen nebeneinander her, gönnen sich auch mal unternervöse Auszeiten oder ausladendes Durchbrettern: Impulse, Expulse, Antipulse …
Yamabiko Quintet

… jeder Klang sucht sein rauschhaftes Verströmen in seiner Unendlichkeit und trägt doch eine fragile Sterblichkeit in sich. Das ist die Spannung, in der diese Platte ihr Tempo findet. Hier ist das fast Unwahrscheinliche in Zeit geformt. …
Leipold / Bucher / Lo Bianco – Ostro

… Die Instrumente mit ihren Musikern sind selbst plural, multipoetisch geführt. Das ist geradezu verführerisch subtil, und es mutet den Hörer:innen dabei nicht zu viel und nicht zu wenig zu. … Das ist gut gedacht, gut gemacht und respektvoll defensiv. Schön. …