Clarinet Trio Anthology / Daniel Ottensamer

Eine Produktion aus dunklen Corona-Zeiten. Wo viele mit schnellen Ideen vor-preschen (auch im präsent zu bleiben), da machte sich das (namenlose) Trio mit Daniel Ottensamer (Klarinette), Stephan Koncz (Violoncello) und Christoph Traxler (Klavier) auf, ein stattliches Repertoire aus mehr als 200 Jahren zu durchkämmen. Im Konzertsaal wie im Katalog ist diese wunderbare Besetzung, die auch […]
Salon de Ravel / Marina Baranova

Mit sogenannten Konzeptalben tue ich mich schwer. Zu oft kann man nämlich den Eindruck gewinnen, die Zusammenstellung der einzelnen Sätze und Kompositionen wäre beliebig und dabei mehr oder weniger offensichtlich bloß einer Marketingstrategie geschuldet. Die Musik selbst wird dann zur Verfügungsmasse, um die jeweiligen Protagonisten in Szene zu setzen. Und wo die ausgewählten Stücke im […]
Paavo Järvi / Pelleas und Melisande

Passend zum Schönberg-Jubiläumsjahr wurde diese Aufnahme gleichsam aus dem Archiv oder der Schublade gezogen. Wer das Kleingedruckte im Booklet liest, findet als Datum dieser Aufnahme die Jahre 2012 und 2014. Dass diese Einspielung mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat, hört man ihr allerdings nicht an. Der naheliegende Vergleich mit einem guten Wein, der […]
Fauré / «intégrale»

Wo viel aufgenommen wird, entsteht ein Archiv. Und aus diesen mehr oder weniger systematisch «gehorteten» Schätzen lassen sich dann zu einem Geburts- oder Gedenkjahr feine Boxen generieren. Früher waren es die Major-Labels, die damit ihre Kundschaft (vor allem die nachwachsenden Generationen) noch einmal verführerisch günstig locken konnten. Später kamen auch andere Label auf diese Idee […]
Fauré / Marc Coppey

«Fauré authentique» steht als Motto auf dem Cover. Doch was kann an einem solchen Album «authentisch» sein – oder besser noch: «echt» oder «verbürgt»? Der Komponist – der nun vor genau einem Jahrhundert verstorben ist? Die Werke selbst – die doch erst durch jede individuelle Interpretation klanglich realisiert werden müssen? Oder doch «nur» das Instrumentarium […]
Fauré / Renaud Capuçon

Wer in Faurés Œuvre nach größeren Besetzungen sucht, wird kaum fündig. Das ist zu bedauern – doch ist er weder der erste noch der letzte Komponist der europäischen Musikgeschichte, bei dem es zu einer derartigen Leerstelle kam. Auch davon erzählt dieses Album, das mit großen Namen aufwartet, um dem Meister zu huldigen. Doch ein genauerer […]
Fauré / Aline Piboule

Ein dreifaches Portrait: der Werke von Gabriel Fauré, der eigenständig gestaltenden Pianistin, und eines interessanten Flügels aus dem Jahre 1929. Tatsächlich rückt die«historische» Aufführungspraxis auf entsprechenden Instrumenten immer näher in die Gegenwart. Hier ist es ein Instrument von Gaveau mit der Seriennummer 87517, die darüber hinwegtäuscht, dass von diesem Konzertflügel-Modell zwischen 1909 und 1969 nur […]
Fauré / Cyrille Dubois

Vor 100 Jahren ist Gabriel Fauré verstorben – und bis auf wenige Sätze und Werke (darunter das vielfach aufgeführte Requiem) ist er im deutschsprachigen Raum ein weitgehend unbekannter Komponist geblieben. Doch auch die Centenarfeier ist auf dem Tonträgermarkt recht bescheiden ausgefallen. Große Boxen sucht man vergeblich, dafür aber finden sich wundervolle Kleinode – kompositorisch wie […]
Maria Stange / Solo

Die Einspielung ist so direkt in der Abbildung des Tons, dass man unversehens eine ganze Menge über das Instrument, die zahlreichen Varianten der Zupfens und die damit verbundenen Klangfarben lernt. Fast könnte man von einer enzyklopädischen Schau sprechen, hört man unter dieser Perspektive etwa die herausragende frühromantische Fantasie von Louis Spohr, an der auch das […]
Paris 1900

Mit einigem Glück zeichnet sich beim französischen Label Indesens eine neue, höchst instruktive Reihe mit Kammermusik aus der Zeit der Wende ins 20. Jahr-hundert ab. Derweil ist unter dem gleichbleibenden Motto «Paris 1900» jeweils ein eigenes Album mit klavierbegleiteten Werken für Flöte, Trompete und hier: für Oboe erschienen. Um vielleicht das Wichtigste dieser Produktionen vorweg […]
French Duets

Vierhändige Klaviermusik war zu allermeist für den Salon oder die «gute Stube» bestimmt. Entsprechend finden sich im Repertoire Bearbeitungen von Sinfonien und Streichquartetten(!), die regelmäßig erstellt wurden, um zu einer Zeit ohne geeignete mechanische Reproduktionsmöglichkeiten wenigstens bekannte wie neuere Werke zu verbreiten, so dass diese «erspielt» werden konnten. Darüber hinaus entstand für das vierhändige Spiel […]
Le Son du Cor – TrioMorgen

Seit 2015 besteht das TrioMorgen – eine aparte Besetzung mit Sopran, Horn und Klavier, bei der einem sogleich Schuberts «Auf dem Strom» in den Sinn kommt. Dass das Repertoire im Bereich «Lied plus» (also mit obligatem Instrument) viel größer ist, war indes schon im Jahr 1998 durch das Arion Trio (Antes Edition) zu entdecken. Doch […]