zeitliche Eingrenzung: 1990 bis heute
Lachenmann – Complete Piano Works
Jonas Olsson hat diese Stücke alle für das schwedische Label thanatosis eingespielt. Dort ist es einen Tag nach Helmut Lachenmanns 90. Geburtstag veröffentlicht worden. Die Musik bleibt herausfordernd auch beim Hören, aber sie wird exzellent pianistisch und akustisch vorgelegt.
Art'Ventus Quintet – Swiss Treasures
Der Werkbestand ist weder vergleichbar noch in seiner Breite exzeptionell – und wird dennoch unter Kennern das Bläserquintett als dem Streichquartett vergleichbar angesehen. Dabei unterscheidet es sich zwar durch seine…
Peter Schat – Concertgebouw Orchestra
Von Peter Schat (1935–2003) dürften bisher die wenigsten gehört haben, obwohl er in den 1960er Jahren zu den markantesten Erscheinungen der niederländischen Avantgarde zählte. Zunächst positionierte er sich zeittypisch links…
Polnische Sinfonik – Royal Scottish National Orchestra
Auf diversen Alben schon länger vertreten – doch im Konzertsaal noch immer unterrepräsentiert. So lässt sich wohl der Status polnischer Musik der Moderne und jüngsten Vergangenheit beschreiben. Dabei gibt es…
David Schiff – Eugene Symphony
Wenn ich an musikalische Reflexionen des Sports in der Musik denke, dann sind es doch eher Sportarten wie etwa Tennis oder Rudby. Selten oder gar nie wurden bisher einzelne Personen…
Vintersong
Im Norden wird es schneller Winter. Gemeint ist damit natürlich Skandinavien, wo die Tage rapide kürzer werden, teilweise die Polarnacht einsetzt und die tiefen Temperaturen den einmal gefallenen Schnee halten.…
Rune Glerup
Dieses Album ist wie gemacht für die „Stille Woche“. Nicht nur, dass das Cover graphisch in ein «in infinitum» verweist. Es ist auch das Streichquartett Nr. 2 des dänischen Komponisten…
Tigran Mansurian
Die Hörbar stellt in dieser Woche Alben vor, deren s/w-Cover sich aus dem lauten Rufen der Kommerzialisierung herausnehmen. So auch einmal mehr eine vorzügliche Produktion von ECM – diesmal mit Kammermusik von Tigran Mansurian (* 1939), die geheimnisvolle Töne anschlägt und in jedem Moment erreichbar ist.
Simon Rummel – Der Zauberlehrling
Selten hat mich eine Komposition und ihre Realisation so überrascht wie diese, die über eine halbe Stunde lang funkelt, schimmert, sich in sich selbst verschlingt und so angenehm ziellos einen aus der Zeit herausnimmt. Ein Dauerschweben, -schwimmen, -schlummern …
Jazz Violin Concertos
Der Titel wirkt auf mich ein wenig irritierend. Denn er suggeriert eine stilistische Definition, die so nicht gegeben ist und die auch auf die Bezeichnungen der hier eingespielten drei Partituren…
Jazzissimo
Ein Album, dessen Titel am Ende etwas zu kurz greift. Denn ob wirklich alles «Jazzissimo» ist, darf man am Ende für sich entscheiden. Was ist beispielsweise an der Carmen-Fantasy von…
jazz – Akhunov / Poulenc / Messiaen
Heute stellt sich mitunter die Frage, was wirklich unter «Jazz» zu verstehen ist. In den 1920er und 1930er Jahren war es anders: Damals wurde vieles allzu großzügig unter diesem Label…