zeitliche Eingrenzung: 1990 bis heute
A New Century – The Cleveland Orchestra / Welser-Möst
Hochwertig und exquisit. So präsentiert sich diese Veröffentlichung bereits in ihrer Optik und Haptik. Bei der Wahl des Oberflächenmaterials hat man offenkundig auf ganz andere, zweifelsohne: mobile, Kultobjekte geschielt –…
Kancheli. 33 Miniatures – George Vatchnadze / Suren Bagratuni
Nun veröffentlicht, wirkt diese Produktion wie ein musikalischer Nachruf auf Giya Kancheli (1935–2019), vor allem mit den insgesamt 33 kurzen, frei zusammengestellten Klavierstücken aus dem Zeitraum zwischen 1965 und 2004,…
Paavo Heininen: Violin Sonatas
Etwas trocken mutet die klangliche wie formale Architektur der 2014 entstandenen Boston-Sonaten op. 134 an, auch wenn Heininen selbst bekundet, es wäre nach der ersten Sonate noch so viel Material…
Yoichi Sugiyama: Kinderszenen – Kazue Sawai (Basskoto), The Imai Viola Quartet u.a.
Bereits im Booklet wird fast entschuldigend von einer Portrait-CD gesprochen, angesichts der hier zu verfolgenden, fast verwirrend vielfältigen ästhetischen Ansätze, die sich (erfreulicherweise) nicht allzu leicht mit einem Etikett versehen…
Åke Parmerud: Zeit aus Zeit (2002), Mirage (1995), Rituals (2006)
Auf nur wenigen Tonträgern sind seine Werke zu finden. Und so stellt dieses Album in gleich mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme dar. Denn das Schaffen von Åke Parmerud (geb. 1953) ist in…
Frank Niehusmann / Hainer Wörmann – Kabel
Eine Musik, bei der man nicht mehr ruhig sitzen kann, eine Herausforderung an das Nichtfassbare. Nicht nur, dass da die Klänge häufig in einer Zersplitterung herumblitzen, die gleichwohl bei allen…
Esa-Pekka Salonen: Cello Concerto (2017)
Eine Ein-Werk-CD, die mit einer Spielzeit von 35 Minuten ziemlich kurz geraten ist. Das Cellokonzert von Esa-Pekka Salonen zieht wie der bunte Farbreigen eines Kaleidoskops vorüber (es handelt sich um…
Sir Richard Rodney Bennett: Orchestral Works Vol. 3 – BBC Scottish Symphony Orchestra, John Wilson
Eher die Musik als seinen Namen wird man aus einem Abspann kennen: denn Richard Rodney Bennett schrieb den Filmscore zu dem Kino-Klassiker Mord im Orient-Express (1974). Von ihm selbst lediglich…
Frederico Albanese: The Twelve (2019)
Im Lande des Halls ist alles möglich. Auch diese in sich kreisende und auf der Stelle tretende Musik. Es ist ja nicht so, dass das alles ohne Kunstfertigkeit geschehen würde.…
Tourbillons des Rameau – Teodoro Anzellotti (Akkordeon) (2017/18)
Hier lässt der eigenwillige Klang des Akkordeons Rameaus Musik nachgerade transzendiert erscheinen – und zeigt damit ihre noch immer gegebene Modernität auf. So fügen sich dann auch die fünf knapp…
La fil d'Ariane: Werke von Pietro Antonio Locatelli und Alex Nante (2018)
Kaum gibt es eine ausreichende Auswahl von aufführungspraktisch adäquaten Einspielungen der technisch anspruchsvollen Kompositionen Pietro Locatellis, ereilt das Œuvre des in Amsterdam sesshaft gewordenen italienischen Meisters schon der Ritterschlag des…
Stefan Prins: Augmented
Eine großzügige Präsentation der Arbeit von Stefan Prins bietet Kairos unter dem Titel „Augmented“. Schon angesichts der rekordverdächtigen 280 Minuten Material auf CD und DVD eine bezeichnende Überschrift. Das „Augmentieren“…