Maarten Ter Horst / Helikon Quartet
«Aimez-vous Brahms?» So jedenfalls wird man nach dem ersten Satz des hier eingespielten Streichquartetts Nr. 1 e-Moll aus den Jahren 2017/20 fragen. Natürlich handelt es sich um kein Plagiat, aber…
zeitliche Eingrenzung: 1990 bis heute
«Aimez-vous Brahms?» So jedenfalls wird man nach dem ersten Satz des hier eingespielten Streichquartetts Nr. 1 e-Moll aus den Jahren 2017/20 fragen. Natürlich handelt es sich um kein Plagiat, aber…
Seit seinem Tod ist es um die Musik von Stefano Scodanibbio (1956–2012) recht ruhig geworden. Das vorliegende Album eingeschlossen, sind lediglich drei CDs erschienen – zu wenig, wenn man sich…
Auch wenn das Album nur eine Spielzeit von knapp 48 Minuten aufweist: Man wird wahrlich weit mehr Zeit, ruhige Zeit, aufwenden müssen, um sich mit den hier exponierten Klanggestalten von…
… so entsteht hier ein in sich mimetisch verschlungenes neues Ganzes. Das modelliert sich zu einem langen Klangband in deren tönenden DNA der Orgelklang nie verschwindet, aber nicht mehr die alleinige Aufmerksamkeit an sich bindet. Der Raum der Kunst-Station St. Peter in Köln spielt dabei mit. …
Es ist schon erstaunlich, wie frisch so manches Spätwerk eines Altvorderen anmutet. So etwa bei Per Nørgård (* 1932), der mit 80 Jahren seine 8. Sinfonie vollendete (2011) und mit…
«Convolution» ist auch der Versuch, das Prinzip «Duo» aufzuheben, nämlich als ein Geist und ein Instrument zu handeln, eine Art musikalische Legierung zu schaffen. So viel «Meta» darf gerne sein. … die hier tönenden Ereignisse sind geradezu unerschöpflich und unendlich fein, berührend leicht und auch melancholisch schwer …
In einer Zeit, in der das Weihnachtsfest zunehmend im Konsum erstickt und alsbald womöglich endgültig säkularisiert zu werden droht, hat der Dirigent, Chorleiter und Komponist Howard Arman (*1954) eine neue…
Haben Sie etwas Zeit … für … Musik. Dann begeben Sie sich mal auf eine gut einstündige Mithörreise eines Trios, das seine eigene Klangwelt aus den drei Instrumenten Klavier, Kontrabass und einer erweiterten Snare-Drum auf eine Weise erschafft, die nebenbei auch eine eigene Zeitwelt setzt. Da setzt es Impulspunkte ins Nichts, da rolliert ein Schaben über Minuten und erzeugt eine eigenwillige Zeitstruktur; einen Rhythmus der Permanenz. Danach steht wieder eine Phase leererer Schönheit im Raum. …
… es gibt ganz eigene Klangblüten, die ans Herz gehen wie bei «Sounds Of War» mit seinem Akkordeon-Getöse und einer Chordeklamation, die an Ausdrücklichkeit keine Wünsche offen lässt …
… Bei Martinsson lebt der Zyklus durch den hellen Sopran von Lisa Larsson, der die Nummern auch auf den Leib geschrieben wurden. Stilistisch irrlichtert der Komponist freilich zwischen postromantischen Versatzstücken und Allusionen an diverse Filmscores. …
Kompositorische Rezeption und Reflexion in der Nachfolge Johann Sebastian Bachs findet man bis in die Gegenwart als lebendiges Dokument einer gültigen Universalität. Aber Max Reger? Während er selbst bei Bach…
Manchmal verschwimmen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation. So auch bei dieser «Nachtmusik» von Vitalii Kyianytsia, einem seit einigen Jah-ren in Deutschland lebenden, aus der Ukraine stammenden Pianisten, der sich…